Wednesday 28th June 2017,
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Kinderarmut in der Metropole Belo Horizonte

Bergmann Matthias 23. Oktober 2013 Info Favela 1 Kommentar
Kinderarmut in der Metropole Belo Horizonte

Liebe Leser!

Ich hatte mich vor einiger Zeit an dieser Stelle schon einmal kritisch/skeptisch gegenüber einer Aussage der (Noch-) Präsidentin Dilma Rousseff geäussert, die nämlich meinte, dass die extreme Armut in Brasilien durch ihre Regierung bereits abgeschafft wurde.

Dass dies nicht so ist, sehe ich nicht nur tagtäglich mit meinen eigenen Augen, sondern bekam ich heute durch eine Studie vom Statistischen Bundesamt (IBGE) offiziell bestätigt. Hoffentlich liest die Frau Präsidentin heute auch mal Zeitung anstatt sich von ihren Wahlpropaganda-Beratern die Ohren heiss reden zu lassen.

Die Tageszeitung “Hoje em Dia” veröffentlichte folgende erschreckende Zahlen aus der 2,5-Mio-Einwohner-Metropole Belo Horizonte:

Ca. 15% aller Kinder und Jugendlichen haben keinen Zugang zur Ernährung, Medikamenten, Bekleidung und leben unter extremer Armut.

15,1% verlassen die Schule ohne Abschluss, 11,3% besuchen nicht einmal die Vorschule und 8,7% haben überhaupt keinen Zugang zur Schule.

Die Untersuchung brachte ans Tageslicht, dass 6,7% der Minderjährigen bereits physischer Gewalt ausgesetzt waren, 3,6% von ihnen sogar schon vergewaltigt wurden und weitere 2,8% unter psychologischer Gewaltausüberung litten.

45,4% aller Gewaltakte unterliegen häuslicher Gewalt. Weitere 21,4% der Aggressivitäten passieren in Kindergärten oder Schulen.

Quelle Text und Bild

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About The Author

Matthias Bergmann ist Eisenhütteningenieur und lebt seit 1994 in Brasilien. Neben seiner Tätigkeit in der brasilianischen Eisenerzindustrie unterstützt er ehrenamtlich ein von ihm initiiertes Kinderhilfsprojekt in einer der größten Favelas der Millionenstadt Belo Horizonte.

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