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Das Lehrer-Gehalt … die Wurzel aller sozialen Übel Brasiliens

Bergmann Matthias 11. September 2014 Lemi - Kolumne Keine Kommentare
Das Lehrer-Gehalt … die Wurzel aller sozialen Übel Brasiliens

Viel braucht man zu der aussagekräftigen Grafik nicht sagen. Vielleicht nur eins … mit der Ausbildung seiner Kinder und Jugendlichen entscheidet der Staat, in welche Richtung er geht.

Im Falle Brasiliens sieht die Zukunft seit Jahrzehnten wenig rosig aus. Letze Plätze in diversen PISA-Studien, unmotivierte und schlecht bezahlte Lehrer und Kinder, die nach Abschluss der 9. Klasse gerade mal das kleine Einmaleins beherrschen und mehr schlecht als recht schreiben können, bestimmen den Alltag der staatlichen Schulen.

Über die Folgen der staatlich geplanten Volksverdummung habe ich mich schon hinreichend ausgelassen. Fehlende Zukunftsperspektiven der die Schule verlassenden Jugendlichen führen zum Eintritt in die Kriminalität, die in jedem Fall – wenn auch illegal – finanziell attraktiver als irgendein Billigjob zum Mindestlohn von knapp 250 Euro ist. Genau dies ist nämlich die Zukunft der meisten Schüler, die eine staatliche Schule verlassen. Jobs wie Putzfrau, Strassenkehrer, Wächter, Babysitter, Gärtner, Maurer oder ambulanter Verkäufer gehören allesamt zum Billiglohngefüge und zerstören schnell die Träume der allabendlich in den Telenovelas vorgegaukelten schönen Welt. Der Alltag ist trist und die Verführung zum Drogenverkäufer oder professionellem Dieb abzurutschen, ist allgegenwärtig. Hut ab vor dehnen, die dem kriminellen Gewerbe widerstehen können und sich tagtäglich für ein Taschengeld auf Arbeit quälen.

Vergleich Lehrergehalt

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About The Author

Matthias Bergmann ist Eisenhütteningenieur und lebt seit 1994 in Brasilien. Neben seiner Tätigkeit in der brasilianischen Eisenerzindustrie unterstützt er ehrenamtlich ein von ihm initiiertes Kinderhilfsprojekt in einer der größten Favelas der Millionenstadt Belo Horizonte.

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